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Die Teeschale als Skulptur

 

Zur Zeit Sen-no-Rikyu's ( 1521-1591) war die Töpferscheibe allgemein in Japan verbreitet. Doch der große Teemeister wollte keine auf der Scheibe gedrehte Schale, sondern eine, die wie eine Skulptur geformt war. Er war der erste Teemeister, der eine völlig neue, eigens für seinen "Tee im Stil der Einsiedlerhütte" passende Schale selbst entwarf und brennen ließ. Unter seiner Anleitung und Anweisung stellte der Töpfer Chojiro (1516-1589) die Teeschalen für ihn her, fast immer einfarbig, ohne Glasur und mit rauher, grobporiger Oberfläche, mit schiefen Wänden, Dellen, Einkerbungen und dergleichen.

 

Sen-no-Rikyu, der größte Teemeister seiner Zeit, verband das tägliche Leben mit höchsten spirituellen, philosophischen und künstlerischen Ansprüchen. Er vollendete in vollkommener Weise den Geist des Wabi. Sein Sinn für Schönheit prägte und inspiriert bis heute Generationen von Töpfern und Teemeistern.

 

Ursprünglich bedeutete Raku - komfortabel, angenehmes Wohlgefühl ... ein Ehrentitel, der den Teeschalen und ihrem Hersteller verliehen wurde. Die dickwandigen Teeschalen, die Chojiro für Sen-no-Rikyu herstellte, lagen besonders gut in der Hand und gaben die Hitze des Tees nur sehr langsam und wohltuend an die Hände weiter.

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Einzigartig !

... die natürliche Form und Oberfläche ... natürlicher geht es nicht ... der reizvolle Kontrast zwischen teilweise rauer, mit Holzaschen, Staub, Sand, Steinen, Klumpen, Kratern und Kratzern geschmückten Oberfläche und Glattem, Glänzendem ...

... das Reich des Haptischen erstreckt sich weit ... ist fast so breit wie das des Optischen oder des Akustischen ...